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| (Bildquelle: Keystone) |
Vor 80 Jahren, am 10. Mai 1933, loderten in verschiedenen
Städten Deutschlands die Scheiterhaufen. Nachdem die Nationalsozialisten eine
Kampagne "Wider den deutschen Geist" gestartet hatten, wurden Bücher,
die nicht der Parteiideologie entsprachen, verboten und einige davon
demonstrativ verbrannt.
Zudem wurde den Autoren und Autorinnen, die nicht
emigrierten, ein Aufführungs- und Schreibverbot auferlegt. Ziel der Nazis war
es, das unliebsame Gedankengut dauerhaft auszurotten.
Einige Werke gerieten dadurch tatsächlich in Vergessenheit,
vielen Schriftstellern und Schriftstellerinnen gelang es nach der Rückkehr aus
dem Exil nicht mehr, den literarischen Anschluss zu finden.
Auch in der neueren Zeit gibt es immer wieder Verbote, ja
sogar Verbrennungen von Büchern, so wurden zum Beispiel 1988 "Die satanischen
Verse" von Salman Rushdie und 2001 "Harry Potter" von J.K.
Rowling verbrannt, denn sie gelten in gewissen Kreisen als
"gotteslästerlich".
Zum Gedenken an diese Ereignisse gibt es in der Mediothek
eine kleine Ausstellung, kommen Sie doch vorbei!